Durchschlafstörungen, Einschlafstörungen, Unruhiger Schlaf

Schlafstörungen


Entspannt in den Schlaf gleiten, bedeutet gesund schlafen. Autogenes Training ist ein wunderbarer Helfer und wirkt schon nach ein oder zwei Sitzungen. Sie erwachen ausgeruht und frisch für einen neuen wunderbaren Tag.

Das Schlafbedürfnis ist individuell


Einschlafstörungen oder Durchschlafprobleme sind ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko. Es gibt viele Möglichkeiten damit umzugehen. Für viele Menschen ist der Griff zur Schlaftablette der einfachste und vermeindlichst schnellste Weg den Schlaf zu finden. Es ist aber keinesfalls der harmloseste Versuch fehlender Schlaf herbei zu führen.

 

Die Hypnosetherapie, aber auch Autogenes Training können Ihnen schon in kurzer Zeit zu einem erholsamen, gesunden Schlaf verhelfen. Schlafstörungen haben immer einen Hintergrund. So können Überarbeitung, Probleme, Schicksalsschläge oder auch Krankheiten ein Auslöser für gestörte Nachtruhe sein. Aber auch Ängste, Kontrollverlust und Leistungsdruck führen oft zu Schlafstörungen oder lassen Sie nicht einschlafen.

Zahlen - Schlafstörungen in der Schweiz


In der Schweiz leidet

  • jede 3. Person an Schlafstörungen.
  • über 30% der Schweizer klagen über gelegentliche Ein- und Durchschlafschwierigkeiten.
  • 10-20% aller Schweizer haben chronische Schlafstörungen.

Wann spricht man von Schlafstörung?


Von einer Störung spricht man, wenn Sie während 4 Wochen jede Nacht schlecht schlafen oder gar nicht schlafen können. Wenn Sie regelmässig, jeden Tag nicht einschlafen können.

Verschiedene Arten von Schlafstörungen


Wir unterscheiden verschiedene Arten von Schlafstörungen, die uns Schwierigkeiten machen einzuschlafen, Durchzuschlafen oder Schuld sind an frühzeitigem Erwachen:

  • Dyssomnien
    1. Schlafstörungen von innen
    2. Schlafstörungen von außen
    3. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Parasomnien
    1. Aufwachstörungen
    2. Störungen am Übergang vom Wachen zum Schlafen
    3. Parasomnien, die im REM-Schlaf auftreten
    4. andere Parasomnien
  • Schlafstörungen, die mit medizinischen oder psychischen Erkrankungen einhergehen
    1. mit psychiatrischen Erkrankungen
    2. mit neurologischen Erkrankungen
    3. mit anderen medizinischen Erkrankungen

Kurzzeitfolgen bei zu wenig Schlaf


Ist Ihr Schlafrhytmus gestört oder bekommen Sie zu wenig Schlaf für das unweigerlich zu

  • Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Leistungsminderung
  • Schnellere Reizbarkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Langzeitfolgen bei Schlafstörungen


Wenn Schlafstörungen chronisch werden sind die Folgen gravierend und führen zu echten gesundheitlichen und psychischen Problemen:

  • Chronische Müdigkeit
  • Schlechte Immunabwehr
  • Übergewicht
  • Erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislaufkrankheiten
  • Leistungsabfall
  • Unzufriedenheit im Job und im sozialen Umfeld
  • Depressionen

Ursachen erkennen


Die Ursachen für eine oder mehrere Schlafstörungen sind zahlreich und teilweise sehr komplex. Um nur einige zu nennen:

  • psychische - psychosoziale Faktoren (Ängste)
  • organische- pharmakologische Faktoren
  • Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Schlaf-Apnoe-Syndrom (mehr als 10 sec. Während NON-REM)
  • Optische, akustische Reize (Licht, Lärm)
  • Körperliches Unbehagen (Schmerz, nächtliche Miktion)
  • Medikamente,
  • Jet-Lag
  • selbstreguliert (zu früh zu Bett; Coffein)

Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang die Hypnoanalyse? Eine CD, die Sie anfordern können, informiert Sie ausführlich darüber.

Behandlung von Schlafstörungen


Sie können schon im Vorfeld einer Behandlung ein Inventar oder Protokoll führen um Gewohnheiten festzuhalten. Prüfen Sie Ihren Schlafrhytmus. Wieviel Stunden Schlaf erwarten Sie. Was essen Sie vor dem Zubettgehen und wann? Wieviel Bewegung hatten Sie. Achten Sie auf viel frische Luft und ein gutes Bett. Die Raumthemperatur soll nicht über 20° und nicht unter 17° sein.

Einen Schlafprotokoll finden Sie auf dieser Seite als PDF zum herunterladen.

Tipps zur Schlafhygiene können Sie ebenfalls herunterladen als PDF

Klären Sie mit Ihrem Arzt ob keine körperlichen Ursachen vorliegen, auch hier hilft das Protokoll, das Sie am besten gleich zum Arzt mitnehmen.


Wichtige Studie zum Tiefschlaf mit Hypnose

Tiefschlaf fördert unser Wohlbefinden, verbessert unser Gedächtnis und stärkt unsere Abwehrkräfte. Schlafforscher zeigten nun, wie der erholsame Tiefschlaf auch ohne Medikamente verlängert werden kann – nämlich mit Hypnose. Guter Schlaf ist entscheidend für unsere körperliche und geistige Erholung. Insbesondere der Tiefschlaf hat einen positiven Einfluss etwa auf das Gedächtnis und auf die Funktion des Immunsystems; in den Tiefschlafphasen werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die die Reparatur von Zellen anregen und das Abwehrsystem stimulieren. Fühlt man sich kränklich oder hat einen schweren Arbeitstag hinter sich, dann wünscht man sich oftmals nur, gut und tief zu schlafen. Ein Wunsch, den man nicht über den eigenen Willen beeinflussen kann – so zumindest der landläufige Glaube.

Schlafforscher der Universitäten Zürich und Fribourg beweisen das Gegenteil: Sie haben in einer Studie nachgewiesen, dass Hypnose die Qualität des Schlafs positiv beeinflusst und zwar in überraschendem Ausmaß. „Das eröffnet neue, vielversprechende Möglichkeiten, ohne Medikamente die Schlafqualität zu verbessern“, sagt der Biopsychologe Björn Rasch, der die Untersuchung am Psychologischen Institut der Universität Zürich im Rahmen des Projekts „Schlaf und Lernen“ leitet.

 

Aufgrund der Hirnströme auf Schlafqualität schließen Patienten mit Schlafstörungen können zwar erfolgreich mit Hypnotherapie behandelt werden – ob aber dadurch auch eine objektiv messbare Veränderung des Schlafs erreicht werden kann, wurde bislang nicht nachgewiesen. Für die objektive Messung des Schlafs wird die elektrische Aktivität des Gehirns mit dem Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen. Der Tiefschlaf, dem eine hohe Regenerationsfähigkeit zugesprochen wird, zeichnet sich dabei durch eine sehr gleichmäßige und langsame Wellenbewegung der elektrischen Aktivität im Hirn aus.An der UZH-Studie nahmen 70 gesunde junge Frauen teil, die für einen 90-minütigen Mittagsschlaf in das Schlaflabor kamen. Vor dem Einschlafen hörten sie über Lautsprecher entweder eine spezielle 13-minütige Tiefschlafhypnose, die von der auf Schlaf spezialisierten Hypnotherapeutin Prof. Angelika Schlarb, Universität Bielefeld, entwickelt worden ist oder einen neutral gesprochenen Text. Die Probandinnen wurden vor Beginn des Experiments anhand eines Standardverfahrens (Harvard Group Scale of Hypnotic Susceptibility) in mittelgut hypnotisierbar und weniger gut hypnotisierbar eingeteilt; rund die Hälfte der Bevölkerung ist mittelgut hypnotisierbar. Frauen erreichen in diesem Verfahren im Durchschnitt etwas höhere Werte für die Hypnotisierbarkeit als Männer. Für gut hypnotisierbare Männer erwarten die Forscher aber dieselben positiven Effekte auf den Schlaf.

Tiefschlaf 80 Prozent länger


Die Schlafforscher Maren Cordi und Björn Rasch konnten in ihrer Studie belegen, dass gut hypnotisierbare Frauen nach dem Hören der Tiefschlafhypnose im Vergleich zum Schlaf nach dem Hören des neutralen Textes einen um 80 Prozent erhöhten Tiefschlafanteil aufwiesen. Gleichzeitig verringerte sich die Wachliegezeit um rund ein Drittel. Im Gegensatz zu gut hypnotisierbaren Frauen profitierten weniger hypnotisierbare Teilnehmerinnen nicht von der Hypnose.


Hypnose: Keine schlechten Nebenwirkungen

Mit zusätzlichen Kontrollexperimenten bestätigten die Psychologen, dass der förderliche Effekt der Hypnose auf den Tiefschlaf eindeutig auf die hypnotische Suggestion „tiefer zu schlafen“ zurückzuführen war und nicht rein auf Erwartungseffekte reduziert werden konnte. „Die Ergebnisse können besonders für Patienten mit Schlafproblemen und für ältere Erwachsene von zentraler Bedeutung sein, denn im Gegensatz zu vielen Schlafmedikamenten ist Hypnose frei von Nebenwirkungen“, so die Psychologin Maren Cordi. Grundsätzlich könnten aber alle Menschen, die auf Hypnose ansprechen, von einer Verbesserung des Schlafs mit Hypnose profitieren.

 

Originalpublikation: Deepening sleep by hypnotic suggestions Maren Cordi et al.; Sleep, doi: 10.5665/sleep.3778, 2014

 Gelesen im www.DocCheck.com